Jeder Text, jedes Bild, jedes Video und jedes Design ist urheberrechtlich geschützt. Das bedeutet, dass es jemanden gibt, der das Recht hat, andere von der Benutzung auszuschließen. Dies bedeutet, dass man nicht einfach ein Bild oder einen Text aus dem Internet kopieren und für eigene Zwecke verwenden kann.

Möchte man dennoch einen Text oder ein Bild eines anderen verwenden, so ist is notwendig, diesen um Erlaubnis zu bitten. Ein gutes Beispiel ist Stock-Bilder (Einen Vergleich haben wir hier für Sie durchgeführt), Logo-Designer oder Baukästen für Webseiten ect.

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie einen Text, ein Bild oder ein Video verwenden können?

Wann beginnt das Urheberrecht?

Das Urheberrecht beginnt mit dem Entstehen des geschützten Werkes. Das Werk kann ein Bild, ein Text, ein Video oder auch ein Designkonzept sein. Sobald das Werk entstanden ist, also nicht nur in den Gedanken des Schöpfers umherschwirrt, sondern tatsächlich greifbar “realisiert” wurde, ist dieses Urheberrechtlich geschützt.

Diesen urheberrechtlichen Schutz kann man nicht übertragen, verkaufen oder vermieten. Dieser besteht, bis der Urheber verstirbt und das Urheberrecht im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge an seine Erben übergeht.

Welche Rechte hat der Urheber?

Der Urheber hat verschiedene Möglichkeiten sein Werk zu schützen. Darunter fallen:

  • Unterlassung – Hierbei kann der Urheber auf Unterlassung klagen und so die Verwendung verhindern. Auch bei drohender Gefahr einer Verwendung kann dies eingesetzt werden.
  • Beseitigung  – Ist das Werk bereit verwendet worden oder in Verwendung, so kann der Urheber auf Beseitigung klagen. Dadurch soll das Werk z.B. aus dem Internet gelöscht, oder ein Plakat abmontiert werden, welches das Urheberrecht verletzt hat.
  • angemessenes Entgelt – Hat man das Werk eines Dritten verwendet, so kann dieser das Entgelt verlangen, welches er bekommen/verlangt hätte. Dies wird für die gesamte Dauer der Benützung zurück verrechnet. Dies kann also zu enormen Kosten führen.
  • Schadenersatz – Entsteht dem Urheber durch die unrechtmäßige Verwendung ein Schaden, so ist auch dieser Schaden zu ersetzen. Veröffentlicht man z.B. ein Buch unter eigenem Namen vor dem eigentlichen Veröffentlichungsdatum so ist der daraus entstehende Schaden zu ersetzen. Auch dies kann teuer werden.
  • Herausgabe des Gewinns – Hat man mit dem verwendeten Werk einen Gewinn erzielt, so ist auch dieser auf Klage herauszugeben.

Schnell fällt auf, das verletzen eines Urheberrechts zahlt sich nicht aus und kann schnell teuer werden.

Mein Urheberrecht wurde verletzt, was tun?

Der unmittelbare Weg zum Anwalt sollte wohl der erste Schritt sein. Möchte man dies nicht, kann man die oben genannten Klagen auch schriftlich androhen. Wir haben für diese Zwecke einige Briefmuster angefertigt. Bitte beachtet, dass dies jedoch keine anwaltliche Beratung ersetzt und nur der Vervollständigung dieses Beitrags dient.

Werknutzungsbewilligung, Werknutzungsrecht

Die Verwertung kann auf zweit Arten vereinbart werden. Bei der Werknutzungsbewilligung räumt der Urheber den Benutzer Rechte ein. Diese können in ihrem Umfang, zeitlich und örtlich beschränkt werden. Hier ist die Vergabe an mehrere Benutzer möglich. Zum Beispiel bei Grafiken, Bildern oder Videos. Beim Werknutzungsrecht kommt es zur Übertragung eines ausschließlichen Rechts. Der Benutzer darf also als einziger das Werk nutzen und dies auch gegen Andere durchsetzen. Daraus folgt, dass dies nur einmal vergeben werden kann.

Wie kann ich ein Werk verwerten/ das Recht weiter geben?

Die Verwertung eines Werkes kann auf verschiedenste Art und Weisen erfolgen. Grundsätzlich muss man dem zukünftigen Nutzer das Recht auf Gebrauch erteilen. Dieses Recht kann eingeschränkt werden, sodass der Benutzer bestimmte Grenzen bei der Verwendung hat. Unserer Meinung nach, sollte ein vergebenes Benutzungsrecht nicht all zu weit ausgefasst werden sondern eher so festgelegt sein, dass der Benützer das Werk für den von ihm benötigten Zweck verwenden kann. Folgende Unterteilungen und Rechte sind gesetzlich vorgesehen:

  • Vervielfältigungsrecht (§ 15 UrhG) – Hierbei wird das Recht auf Vervielfältigung erteilt. Der Benutzer darf das Werk also Kopieren.
  • Verbreitungsrecht (§ 16 UrhG) – Mit diesem Recht, darf der Benützer das Werk auch verbreiten. Oft fällt dies mit dem Vervielfältigungsrecht zusammen und wird gemeinsam vergeben. Gemeint ist der Verkauf, die Vermietung und der Verleih.
  • Senderecht (§ 17 UrhG) – Hierbei wird der breiten Masse das Werk zur Verfügung gestellt. Der Benützer hat jedoch keinen Einfluss darauf, wann der Endkunde das Werk öffnet/sieht. Unterscheide daher die zur Verfügungstellung
  • Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht (§ 18 UrhG) – Hierbei wird das Werk nicht der gesamten Öffentlichkeit gleichzeitig präsentiert. Viemlehr geht es um eine Verbreitung an kleine Gruppen. Meist wird dieses Recht durch eine Verwertungsgesellschaft wahrgenommen.
  • Zurverfügungstellungsrecht (§ 18a UrhG) – Hierbei wird das Wert dem Endkunden durch den Benützer zu einem beliebigen Zeitpunkt zur Verfügung gestellt. Dies wäre bei Internet-Downloads der Fall.

All diese Rechte können vertraglich auch zeitlich oder örtlich eingeschränkt werden.

Mit dem Rückrufrecht (§ 29 UrhG) kann der Urheber seine Rechte “wieder zurückholen” wenn

  • der Berechtigte das Nutzungsrecht nicht oder nicht ausreichend gebraucht,
  • Interessen des Urhebers verletzt werden und
  • dem Urheber kein Verschulden trifft.

Benötigen Sie Hilfe bezüglich Ihres Urheberrechts?

Dokumentensammlung

Schreibe einen Kommentar